Stimmungsvoller Jahresabschluss

Zum dritten Mal spielten das Vororchester und die Jugendkapelle Illertal, die sich aus jugendlichen Musikern aus Boos, Fellheim, Heimertingen, Niederrieden und Pleß zusammensetzen, zur Adventszeit in der Ehemaligen Synagoge. Die Idee, das einzigartige Ambiente dieses Raumes nicht nur namhaften Künstlern aus der weiten Welt, sondern auch jungen Musikern aus der Region zur Verfügung zu stellen, zog zahlreiche Besucher an, so dass die Ehemalige Synagoge bis auf den letzten Platz gefüllt war. Den Anfang machte das Vororchester unter der Leitung von Oliver Doneck, das die Zuhörer in die magische Welt von Harry Potter entführte und als Zugabe das von John Williams komponierte Titelthema aus dem Film „Star Wars“ zum Besten gab. Ein lang anhaltender Applaus belohnte die Musiker für ihr Spiel. „Bleibt zusammen und möge die Macht mit Euch sein!“, mochte man den musikalischen Jedi-Rittern am Ende ihres Beitrages am liebsten zurufen. Im Anschluss daran unternahm auch die von Christina Geiger dirigierte Jugendkapelle eine Reise durch die Filmmusik, um schließlich mit einem Madley aus Songs der Popgruppe Queen zu enden. „We will rock you“ oder „Anotherone bites the dust“ luden die Zuschauer zum Mitklatschen ein. Nach dem großen Schlussapplaus spielten die jungen Musiker bereitwillig eine Zugabe aus der Anfangszeit der Leitung von Christina Geiger unter dem Motto „Back to the roots“. Der Erlös aus dem Konzert kommt dem Kinderschutzbund Memmingen zugute.

Die Jugendkapelle Illertal unter der Leitung von Christina Geiger in der Ehemaligen Synagoge Fellheim (Copyright Ellen Neuschel)

Mitreißendes Chorkonzert

Wenn das Vokalensemble Memmingen nach Fellheim kommt, strömen die Besucher in Scharen in die Ehemalige Synagoge. Diesmal umso mehr, da mit dem ladinischen Frauenchor „Kerygma“ (wörtl.: „Predigt“) aus Alta Badia in Südtirol noch ein zweiter Chor mit von der Partie war. Die Synagoge war so voll, dass nicht einmal mehr ein einziger Stehplatz frei war. Im hinteren Bereich des Zuschauerraumes drängten sich die Besucher sogar dicht an dicht im Bereich des Getränkeverkaufs. Und kein einziger Zuhörer hat sein Kommen bereut. Das Konzert war ein Fest für Augen und Ohren, bedingt durch die geschmackvolle und kreative Dekoration des Raumes durch Ludwig Ott, die farblich auf die Tracht der Südtiroler Frauen abgestimmt war, und die stimmungsvolle und berührende musikalische Reise, die ganz im Zeichen der Adventsmusik stand. Angefangen mit Heinrich Schütz, weiter mit traditionellen Liedern, bis hin zu Billy Joel verzauberten die beiden Chöre ihre Zuhörer abwechselnd von der Bühne (Kerygma) und von der Empore (Vokalensemble). Bestechend war das außerordentliche musikalische Niveau, das beide Laienchöre zeigten. Zum himmlischen Adventjodler von Lorenz Maierhofer versammelten sich die beiden Chöre gemeinsam auf der Bühne. Ein lang anhaltender, stürmischer Schlussapplaus der restlos begeisterten Zuhörer forderte die etwa 60 Sängerinnen und Sänger zu einer Zugabe heraus, wozu sich die Musiker und die beiden Chorleiterinnen Heidi Zapf und Agnes Irsara nicht lange bitten ließen. Beseelt und in bester Adventsstimmung strömten die Besucher danach hinaus in die kalte Novembernacht. Jeder, der es erlebt hat, wird dieses Konzert noch lange in Erinnerung behalten.

Das gemeinsame Schlusslied des ladinsichen Frauenchores „Kerygma“ aus Alta Badia unter der Leitung von Anges Irsara und des Vokalensembles Memmingen unter der Leitung von Heidi Zapf in der vollbesetzen Ehemaligen Synagoge Fellheim. (copyright: Christian Herrmann)